Wissenschaftlich belegt: Urin im Pool ist gesundheitsschädlich

Urin im Swimming Pool ist wahrlich kein seltenes Phänomen. Viele Menschen erleichtern sich gleichermaßen in öffentlichen Bädern wie im privaten Becken. Unbeliebt ist das Ganze trotzdem. Die Vorstellung, im Harn von anderen Menschen zu schwimmen und zu tauchen, ist unangenehm. Problematisch ist das Ganze aber nicht nur für das eigene Empfinden. Wissenschaftler aus China und den USA haben nachgewiesen, dass Urin im Pool auch gesundheitsschädlich ist. Im Meer ist er hingegen sehr willkommen. Der Reihe nach.

Urin im Pool kann gefährliche Stoffe bilden

Urin kann sich im Pool mit einigen Stoffen verbinden und auf diese Weise „flüchtige Desinfektionsnebenprodukte bilden“, schildern die Forscher der Pekinger Agricultural University und der Purdue University, die sich im US-Bundesstaat Indiana befindet. Hierzu zählt demnach erstens Trichloramin. Dieses schädigt die Atemwege und kann die Augen sowie die Haut reizen. Zweitens kann laut der Wissenschaftler auch Chlorcyan entstehen. Dabei handelt es sich um einen chemischen Kampfstoff.

Die Nebenprodukte befinden sich im Pool zwar in sehr geringer Konzentration, aber dringen in den Körper ein. Deshalb sei die Gefahr ernst zu nehmen, so die Forscher. Diese schließen deshalb mit der dringenden Aufforderung, stets die Toiletten zu besuchen sich jedes Mal vor und nach dem Schwimmen schnell abzuduschen. Sie erwähnen zudem, dass der typische Schwimmbadgeruch, den wir von Kindesbein an kennen, ebenfalls von Stoffen stammt, die sich durch den Urin gebildet haben.

Im Meer ist Urin willkommen

Im Ozean fehlen die chemischen Bindungspartner wie Chlor, die für die Bildung der kritischen Stoffe sorgen. Alle Bestandsteile des Urins befinden sich zudem ohnehin schon im Meer – namentlich Wasser, Natrium, Chlorid und Kalium. Er richtet hier also keinen Schaden an. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Urin enthält Stickstoff, der sich im Meerwasser zu Ammonium verbindet. Hierbei handelt es sich um einen Nährstoff für Wasserpflanzen. Wer sich das nächste Mal im Ozean erleichtert, weiß also, dass es der guten Sache dient.