Sanierung mit Epoxydharz bei bestehender Osmose

Wenn durch das Hinzuziehen eines Fachmannes eine vermutete Osmose im Pool zweifellos bestätigt wurde, sollte der Poolbesitzer nun keine Zeit mehr verlieren und zeitnah handeln. Experten empfehlen eine gründliche Sanierung mit Epoxydharz. Langzeituntersuchungen führten zu der Erkenntnis, dass die aufgrund von chemischen Reaktionen nicht ausreagierter Substanzen verursachte Osmose ausbleibt, wenn diese von Epoxydharz ummantelt werden.

Zwar lässt sich bis heute nicht genau sagen, ob eine Osmose aufgrund der verbesserten chemischen Stabilität oder eher wegen der deutlich geringeren Feuchtigkeitsdurchlässigkeit ausbleibt. Doch bei einem genaueren Blick auf die Beschichtung von Yachten fällt auf, dass die meisten über eine relativ starke Schicht Epoxy verfügen.

Selbst nach vielen Jahren kommt es bei diesen Yachten nicht zu Osmose bedingten Beschädigungen, was darauf schließen lässt, dass die Sanierung mit Epoxydharz eine sehr effektive Methode zu sein scheint.

Die Sanierung in einfachen Schritten

Die gesamte Sanierungsmaßnahme basiert auf der Ursache der vorhandenen Beschädigung. Deshalb ist es unerlässlich, einen Fachmann hinzuzuziehen. Dieser kann einerseits genau einschätzen, ob eine Teilsanierung ausreicht oder ob eine Komplettsanierung unumgänglich ist. Andererseits ist der Fachmann in der Lage, den genauen Feuchtigkeitsgehalt im Laminat zu bestimmen.

Erster Schritt: Zu Beginn müssen sowohl das Gelcoat als auch die Antifoulingschichten gründlich entfernt werden. Das Entfernen des Gelcoats gewährleistet die erforderliche Austrocknung des Laminates. Wenn die Osmose noch nicht allzu weit fortgeschritten ist, genügt meist eine Entfernung einiger Teilbereiche. Die Meinung des Fachmannes ist auch hier zwingend erforderlich.

Zweiter Schritt: Nach den Entfernungsarbeiten benötigt das Laminat nun genügend Zeit zum Austrocknen. Diese Phase ist zugleich die Wichtigste während der Sanierung. Denn wenn das Laminat nicht richtig getrocknet ist, kommt es schon bald erneut zur Blasenbildung. Und die Entfernung der zuvor aufgetragenen Epoxyschichten gestaltet sich deutlich schwieriger. Damit es nicht soweit kommt, raten Experten zum Aufstellen von Heizstrahlern oder Bautrocknern.

Dritter Schritt: Nach der abgeschlossenen Trockenphase kann nun der Epoxydharz aufgetragen werden. Die Beschichtung versiegelt das Laminat und die durch den Epoxydharz entstehende Barriere reduziert das Risiko einer erneuten Blasenbildung. Voraussetzung hierfür ist der einwandfreie Zustand des Laminates. Eventuell vorhandene Beschädigungen im Laminat müssen vor der Beschichtung mit Epoxydharz behoben werden.

Vierter Schritt: Abschließend wird auf der neuen Beschichtung eine Grundierung aufgetragen und auf dieser schließlich das Antifouling fixiert.